Posts Tagged: Im Atelier

Atelierblick #1

Es ist Dezember und abseits des wundervollen Trubels um die Bildversteigerung zugunsten der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs, die noch bis Dienstag läuft, ereignet sich im Blauen Salon auch sonst eine Menge. Ich arbeite intensiv an neuen Bildern. Interessant ist für mich, dass sich gerade ein sehr starkes Bedürfnis nach Schlichtheit einstellt. Wenn es so weitergeht, bleiben bald nur noch rein weiße, blaue oder schwarze Leinwände übrig …

Ich muss zugeben, dass mich diese puristische Arbeit unglaublich fasziniert und mir viel innere Ruhe schenkt. Ich nutze dazu viele Schichten mit Balsamterpentin verdünnte Ölfarbe, die gleichmäßig übereinander aufgetragen werden. Zwischen den einzelnen Schichten muss die Farbe immer wieder antrocknen, weshalb die Arbeit an den Bildern Wochen dauert. Etwas schneller geht es durch das Vermischen der Farbe mit Dammarharz, das ich gerade sehr zu lieben lerne. Zusätzlich verwende ich Kohle.

Es ist eine kleinteilige, sehr sanfte Arbeit, die ich momentan unglaublich genieße. Ich weiß noch nicht, wohin es mich damit führt, aber ich könnte mir vorstellen, in Zukunft noch viel mehr in dieser Richtung zu machen. Es gibt viele Bilder, die „lauter“ und „eindrucksvoller“ sind als diese, Bilder, die sofort viel mehr für sich einnehmen. Und doch sind mir diese schlichten Arbeiten ans Herz gewachsen – vielleicht, weil man sich nicht nur beim Malen selbst Zeit und Ruhe nehmen muss, sondern auch später beim Betrachten, damit sie aus der Stille heraus zu sprechen beginnen.

Hier ein paar Eindrücke von der „Silence“- Reihe.

Ich bin sehr neugierig, welche weiteren Arbeiten in nächster Zeit noch entstehen und jetzt schon gespannt, wie die Bilder später gerahmt wirken werden – ich werde da ein wenig mit hellen und dunklen Schattenfugenrahmen experimentieren.

  • In silence I
  • Your silence speaks I
  • Your silence speaks II
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Staffelei im Test – Wie „Irma“ sich im Atelier-Alltag schlägt

Vor einiger Zeit habe ich mir endlich eine Staffelei zugelegt. Ich habe damals viel recherchiert und überlegt, bis ich mich letztendlich entschieden hatte, denn ich wollte etwas Vernünftiges kaufen, an dem ich dann auch wirklich lange meine Freude habe. Hier geht es zum Blogbeitrag, in dem ich über meine Suche nach einer passenden Staffelei berichte.

Im Atelier von Claire Marin, 2015

Nach einigen Wochen mit „Irma“, wie ich sie getauft habe, kann ich nun sagen, dass ich den Kauf noch keine einzige Sekunde bereut habe. Das Arbeiten ist wunderbar und Irma schlägt sich wacker. Nichts wackelt, nichts quietscht und die Einstellungen lassen sich problemlos verändern. Sogar große Leinwände lassen sich bequem einspannen, was mir jetzt das mühselige Arbeiten auf dem Boden erspart. Ein echter Gewinn! Irma hat inzwischen schon einiges mitgemacht, da ich beim Malen ja auch nicht gerade vorsichtig bin, aber sie ist offenbar hart im Nehmen.

Ich kann diese Staffelei wirklich jedem empfehlen, der eine stabile Profilösung braucht, die sich trotzdem noch herumschieben lässt und zugleich auch noch hübsch aussieht. (Ja, es soll hübsch aussehen. Ich bin ein Mädchen und mag hübsche Dinge!) Weil meine Irma mich so begeistert und sie zudem gerade presigünstig zu bekommen ist, verlinke ich sie euch hier. Vielleicht ist das ja genau die Staffelei, die einige von euch für sich selbst gesucht haben. Ich zumindest möchte sie nicht mehr missen.

 

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