Posts Tagged: Blau

Fragmente in Öl

Ich habe lange Zeit Bilder gemalt, bei denen es mir um ein möglichst harmonisches Zusammenspiel ging. Keine scharfen Kanten oder abrupten Übergänge, stattdessen ein fließendes Ineinanderfinden der Farben. Im Moment beschäftigt mich allerdings genau das Gegenteil: Kontraste, Schnitte, Abgrenzungen, Trennungen.

Eines der Bilder, die im Zuge dieser Zeit-und Seelenqualität entstanden sind, ist „What’s left?“. Ich habe es genossen, mich auf einem Quadratmeter Leinwand mit Ölfarben auszutoben, zu sehen, wie sich Schicht für Schicht in Spachteltechnik entwickelt und während des Malens große Dynamik quasi aus dem Nichts entsteht. Nun hängt das Bild bei mir an der Wand und erinnert mich an geborstene Eisschollen, an Vergissmeinnicht, an fragmentarische Träume und an arktische Kälte.

Woran lässt es dich denken?

What's left. 100x100x3

What’s left? Öl auf Leinwand. 100cmx100cmx3cm. ©Claire Marin, 2016.

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Can we go now? – Die Lust auf Großes

Einige Wochen war ich kleinteilig beschäftigt. Skizzen, Zeichnungen mit Kreiden, Kohle und Graphit, Aquarelle. Jetzt ist sie zurück, die Lust auf große Formate – und auf die Arbeit mit meinen geliebten Ölfarben. Vor kurzem wurde „Can wie go now?“ fertig, ein Bild in Blautönen, das ich persönlich sehr mag. Während der Arbeit daran kam alles im Inneren zur Ruhe. Es fühlte sich an wie ein feines Fließen, obwohl ich mit Spachteln statt mit Pinseln arbeitete und die Ölfarben kaum verdünnte. Das Ergebnis ist ein geschichtetes Bild mit sattem Glanz und viel Struktur, auf dem verschiedene Blautöne ineinander übergehen. Dazwischen das Weiß – ein Küstenstreifen? Ein Gedanke? Eine Frage, eine Erinnerung?

Mir hat die Arbeit an einem größeren Format nach so langer Zeit wieder viel Freude gemacht. Das Bild hängt nun im Blauen Salon an der Wand und wartet auf Liebhaber. Vielleicht ja auf euch …

Can we go now_Öl auf Leinwand. 100x100x3

Can we go now? Öl auf Leinwand. 100cm x 100cm x 3cm.

 

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Das Blau von Paris

Ich habe länger keinen Blogeintrag geschrieben und das liegt vor allem daran, dass es recht wenig Neues zu berichten gibt. Im Blauen Salon entstehen gerade viele Skizzen und spontane Eingebungen, die aufs Papier fließen. Ich arbeite kaum an großen Bildern in Ölfarben, das Kleinformatige fasziniert mich gerade viel mehr. Das wird sich ganz bestimmt auch wieder ändern – wenn ich mich bei mir auf eines verlassen kann, dann auf den ewigen Wandel – aber für den Moment akzeptiere ich einfach das, was ist und lasse mich neugierig treiben.

Blau und Grün

Ich experimentiere mit Aquarellfarben, mit Tusche und Tinte, mit Kohle und Rötel und mit verschiedenen Papieren. Vieles davon sind Studien, die vor allem dazu dienen, mich mit den unterschiedlichen Materialien vertraut zu machen. Ich nutze viele Blau- und Grüntöne, Gelb kam mit hinzu, vor allem das satt pigmentierte Indischgelb hat es mir angetan.

Unter stillen Freunden

Mit zu den schönsten Entdeckungen seit langem zählt für mich aber das Pariser Blau. Mich fasziniert, wie es wirkt, wenn man es in unterschiedlich starker Verdünnung schichtet. Ich kann mich stundenlang damit beschäftigen. Eine sehr stille, konzentrierte und fast meditative Arbeit, die mir gerade viel gibt – neue, weite Gedanken und eine große innere Ruhe, wenn die Welt wieder einmal zu schnell und zu laut wird. Im Moment ist das Blau von Paris mein Anker.

Pariser Blau

 

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