Posts Tagged: Acrylmalerei

Nachtgärten

Die Weihnachtszeit kommt näher – und ich wurde letztens von einem Künstlerfreund gefragt, ob ich denn schon fleißig dabei wäre, Arbeiten für das Weihnachtsgeschäft herzustellen. Ich fiel aus allen Wolken, um ehrlich zu sein. Weihnachtsgeschäft? Bin ich ein Supermarkt? Der Gedanke verwirrte mich, denn ich hatte bisher nie darüber nachgedacht, dass auch eine Malerin selbstverständlich für bestimmte Zeiten im Jahr bestimmte Arbeiten herstellen und diese anbieten kann. Ich fragte mich, was sich für mich richtig und gut anfühlen würde – und landete bei dem Entschluss, eine Serie kleinerer Bilder zu malen, die sich alle mit nächtlichen Gärten beschäftigen. Dieses Thema verfolgt mich schon länger und natürlich habe ich meine eigene Art, Nachtgärten darzustellen. Wie immer geht es mir mehr um die Atmosphäre als um konkrete, realitätsgenaue Abbildungen.

Nachdem ich einige Skizzen angefertigt und das Thema eine Weile in meinem Kopf bewegt hatte, begann ich mit den Bildern. Ich entschied mich für Aryl auf Leinwand und die vorwiegende Verwendung von Malmessern statt Pinseln. Es gibt Bilder, die in vielen Arbeitsschritten entstehen, mit längeren Pausen zwischen den einzelnen Sessions – die Nachtgärten entwickeln sich dagegen in einem Fluss. Ich tauche ins Malen ein, lasse die Farbe fließen, erarbeite Flächen und Abgrenzungen und spiele mit den Kontrasten der sich überlagernden Schichten. Da Acrylfarbe sehr schnell trocknet, ist es ein zügiges und sehr konzentriertes Arbeiten, fast eine Meditation in Bewegung. Man kann sich kein Zaudern erlauben - und das erzeugt eine spezielle Art von Bildern.

Bisher sind drei Bilder entstanden und es hat mir sehr viel Freude gemacht. Es werden sicher noch einige folgen. Die Nachtfarben liegen mir und die geometrischen Formen erinnern ein wenig an meine Kreidezeichnungen, bei denen ich üblicherweise sehr viel mit Geometrik arbeite. Ich glaube übrigens, dass die Nachtgärten in schlichten schwarzen Schattenfugenrahmen wunderbar zur Geltung kommen werden - diese gibt es u.a. bei Canvasi.

In der folgenden Galerie könnt ihr die fertigen Bilder sehen und findet (immer direkt im Anschluss an das Bild) eine Aufnahme von Details. Und ja - die Bilder sind natürlich zu erwerben! Wenn ihr euch für eines interessiert (oder jemanden kennt, der sich dafür interessieren könnte), schickt einfach eine Mail an claireart@gmx-topmail.de. Ich bin übrigens irrsinnig nett ;-) Oder ihr empfehlt meine Seite bzw diesen Blogpost weiter, was mich ebenfalls sehr freuen würde.

Die Bilder sind 30cm x 40cm groß und für 99,- Euro pro Stück (ungerahmt, Leinwand auf Keilrahmen) zu haben. Warum so günstig im Vergleich zu meinen sonstigen Werken? Weil es eine Weihnachtsserie ist - und da gelten eben ganz besondere Bedingungen :-)

Nachtgarten 1- 3. Acryl auf Leinwand, 30cm x 40cm.

  • Nachtgarten 1. © Claire Marin, 2015.
  • Detail aus Nachtgarten 1 von Claire Marin
  • Nachtgarten 2. © Claire Marin, 2015.
  • Detail aus Nachtgarten 2 von Claire Marin
  • Nachtgarten 3. © Claire Marin, 2015.
  • Detail aus Nachtgarten 3 von Claire Marin
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Spielereien mit Öl / Playing with Oilpainting

In der letzten Zeit habe ich immer öfter mit Ölfarben experimentiert. Um es kurz zu machen: Ich liebe Öl. Es ist ein vollkommen anderes Malen als bei der Nutzung von Acrylfarben. Mich begeistert die Konsistenz von Ölfarben, der Glanz, der Geruch und die Tatsache, dass sie sehr langsam trocknen. Man hat Zeit – im Gegensatz zur Arbeit mit Acryl, das einem (je nach Zimmertemperatur) manchmal noch beim Auftragen unter Pinsel oder Malmesser wegzutrocknen scheint.

Small golden paintings. Oil on clothed linen board. Claire Marin, 2015Wenn ich mit Acryl male, ist die Dynamik vollkommen anders. Ölmalerei ist meditativer, deutlich stiller – sie lässt einem Raum zum Durchatmen. Ich mag das sehr – und ich mag die Tatsache, dass man (über Tage und Wochen) immer wieder zu den Ölbildern zurückkehren und an ihnen weiterarbeiten kann – eben weil die Farben so langsam trocknen. Heute habe ich an einem Bild weitergemalt, das ich schon seit einigen Wochen „bearbeite“. Es ist ein wenig Schummelei dabei, denn ich habe experimentiert und genau genommen ist es kein reines Ölbild.

Die Grundierung habe ich mit Acrylfarbe angelegt, darüber kam dann ein spezieller Reißlack, der wiederum nach der Trocknung mit Ölfarbe übermalt wurde. Der Effekt besteht in feinen Rissen, durch die Goldpigmente schimmern – hier im Foto ganz fein oben links zu sehen.

Ich finde solche Experimente immer interessant und freue mich darauf, das auch einmal mit Gummi arabicum auszuprobieren, was deutlich gröbere Risse erzeugt. Mit dem heutigen Farbauftrag hat das Bild nun insgesamt drei Schichten. Aber es ist noch lange nicht fertig. Ich werde hier berichten, wie es weitergeht – und ich freue mich, wenn du meinen Blog Freunden und Bekannten, die sich auch für meine Arbeiten interessieren könnten, empfiehlst.

Natürlich verkaufe ich meine Bilder auch. Eine Auswahl an Arbeiten findest du unter Portfolio. Kontaktiere mich gerne bei Interesse. Ich übernehme aber auch Auftragsarbeiten, schreibe mich also auch in dem Fall gerne an.

Falls dich noch andere Künstler interessieren, findest du übrigens bei Ars Mundi ein breitgefächertes Angebot. Aber pssssst: Es geht natürlich nichts über eine echte Claire an der Wand ;-)


ars mundi – Die Welt der Kunst

Finden Sie ausgewählte Originale und Unikate im ars mundi Online-Shop!


I love painting with oil. Lately, I experimented a lot with different kinds of paint – and it is a completely different painting than with the use of acrylic paints. I’m fascinated by the consistency of oilpaint, the shine, the smell and the fact that these colours dry very slowly. One has time – as opposed to working with acrylic, which dries immediately when applied.

When I paint with acrylic, the dynamic is completely different. Oil painting is meditative, significantly quieter, it leaves room to breathe. I love it – and I like the fact that one can go back (over days and weeks) to oil paintings and continue to work on them – because the paints dry slowly. Today I continued painting a picture I have been „editing“ for several weeks now. I fibbed a little bit, I must admit, because I’ve been experimenting and I did not use oil exclusevely for this painting. I’ve created an acrylic primer and, after having applied it on the cloth lined board, used a special crackle varnish, which in turn was repainted after drying with oil paint. The effect is fine cracks and gold pigments shimmering through – you can see them on the photo.

Such experiments are always interesting and I’m looking forward to try the same using gum arabic, which produces significantly coarser cracks. The painting now has a total of three layers. But it is far from being finished. I will report in my Blog how work proceeds.

By the way: I sell my paintings. Visite my Portfolio and send me an email when you are interested. I also do take comissions. Don’t be afraid to ask.

 

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