Posts Tagged: Acrylbilder

Ein kalter Regentag. Ein stilles Inneres. Ein Blumenbild aus der Nacht.

Heute war der erste kalte Regentag dieses Herbstes. Während triste Bindfäden vom Berliner Himmel fielen und in meiner Küche eine Chet Baker-Platte lief, saß ich gegen Mittag mit einer Tasse Jasmintee am Fenster und überlegte, wie ich diesen Mittwoch am besten nutzen könnte.

Für mich ist Regen ein Geschenk. Er lässt die Stadt still werden und verschleiert die Dringlichkeit der alltäglichen Dinge. Bei Regen werde ich innerlich absolut ruhig. Das hat definitiv auch Auswirkungen auf die Bilder, die an solchen Tagen entstehen. Heute war es ein Acrylbild mit einem Blumenmotiv, das ich seit letzter Nacht im Kopf hatte. Die Serie über die nächtlichen Gärten beschäftigt mich und so ist wohl auch zu erklären, dass ich in der vergangenen Nacht träumend in einen solchen verwilderten Garten hineingeriet.

Ich habe versucht, die Eindrücke des Traumes in diesem Bild einzufangen und es während des Malens wirklich genossen, mit den dunklen, satten Farben zu spielen. Wieder einmal bestätigt sich für mich, dass Bilder aus allen möglichen Inspirationsquellen schöpfen. In diesem Fall war es eben ein Traum, in dem Pfingstrosen eine Rolle spielten.

Blumen gehören eigentlich nicht zu meinem bevorzugten Repertoire, aber mir hat das heute eine große innere Freude bereitet. Das Bild entstand (wie so oft bei mir) mit dem Malmesser. Ich mag die rasche Art, in der man damit arbeiten kann, das flächige Ausbreiten und die mehr oder weniger groben Strukturen, die dynamisch im Bild entstehen. Und ich bin wirklich sehr gespannt, wohin mich die Reise mit dieser Nachtgartenserie noch führt. Vielleicht verrät ja einer der nächsten Träume mehr …

Peonies at night. Acryl auf Leinwand. 50cm x 50cm. © Claire Marin, 2015.

Peonies at night. Acryl auf Leinwand. 50cm x 50cm. © Claire Marin, 2015.

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Spielereien mit Öl / Playing with Oilpainting

In der letzten Zeit habe ich immer öfter mit Ölfarben experimentiert. Um es kurz zu machen: Ich liebe Öl. Es ist ein vollkommen anderes Malen als bei der Nutzung von Acrylfarben. Mich begeistert die Konsistenz von Ölfarben, der Glanz, der Geruch und die Tatsache, dass sie sehr langsam trocknen. Man hat Zeit – im Gegensatz zur Arbeit mit Acryl, das einem (je nach Zimmertemperatur) manchmal noch beim Auftragen unter Pinsel oder Malmesser wegzutrocknen scheint.

Small golden paintings. Oil on clothed linen board. Claire Marin, 2015Wenn ich mit Acryl male, ist die Dynamik vollkommen anders. Ölmalerei ist meditativer, deutlich stiller – sie lässt einem Raum zum Durchatmen. Ich mag das sehr – und ich mag die Tatsache, dass man (über Tage und Wochen) immer wieder zu den Ölbildern zurückkehren und an ihnen weiterarbeiten kann – eben weil die Farben so langsam trocknen. Heute habe ich an einem Bild weitergemalt, das ich schon seit einigen Wochen „bearbeite“. Es ist ein wenig Schummelei dabei, denn ich habe experimentiert und genau genommen ist es kein reines Ölbild.

Die Grundierung habe ich mit Acrylfarbe angelegt, darüber kam dann ein spezieller Reißlack, der wiederum nach der Trocknung mit Ölfarbe übermalt wurde. Der Effekt besteht in feinen Rissen, durch die Goldpigmente schimmern – hier im Foto ganz fein oben links zu sehen.

Ich finde solche Experimente immer interessant und freue mich darauf, das auch einmal mit Gummi arabicum auszuprobieren, was deutlich gröbere Risse erzeugt. Mit dem heutigen Farbauftrag hat das Bild nun insgesamt drei Schichten. Aber es ist noch lange nicht fertig. Ich werde hier berichten, wie es weitergeht – und ich freue mich, wenn du meinen Blog Freunden und Bekannten, die sich auch für meine Arbeiten interessieren könnten, empfiehlst.

Natürlich verkaufe ich meine Bilder auch. Eine Auswahl an Arbeiten findest du unter Portfolio. Kontaktiere mich gerne bei Interesse. Ich übernehme aber auch Auftragsarbeiten, schreibe mich also auch in dem Fall gerne an.

Falls dich noch andere Künstler interessieren, findest du übrigens bei Ars Mundi ein breitgefächertes Angebot. Aber pssssst: Es geht natürlich nichts über eine echte Claire an der Wand ;-)


ars mundi – Die Welt der Kunst

Finden Sie ausgewählte Originale und Unikate im ars mundi Online-Shop!


I love painting with oil. Lately, I experimented a lot with different kinds of paint – and it is a completely different painting than with the use of acrylic paints. I’m fascinated by the consistency of oilpaint, the shine, the smell and the fact that these colours dry very slowly. One has time – as opposed to working with acrylic, which dries immediately when applied.

When I paint with acrylic, the dynamic is completely different. Oil painting is meditative, significantly quieter, it leaves room to breathe. I love it – and I like the fact that one can go back (over days and weeks) to oil paintings and continue to work on them – because the paints dry slowly. Today I continued painting a picture I have been „editing“ for several weeks now. I fibbed a little bit, I must admit, because I’ve been experimenting and I did not use oil exclusevely for this painting. I’ve created an acrylic primer and, after having applied it on the cloth lined board, used a special crackle varnish, which in turn was repainted after drying with oil paint. The effect is fine cracks and gold pigments shimmering through – you can see them on the photo.

Such experiments are always interesting and I’m looking forward to try the same using gum arabic, which produces significantly coarser cracks. The painting now has a total of three layers. But it is far from being finished. I will report in my Blog how work proceeds.

By the way: I sell my paintings. Visite my Portfolio and send me an email when you are interested. I also do take comissions. Don’t be afraid to ask.

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail